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Ulrich Land liest in den Syndikat Krimi-Quickies aus seinem historischen Kriminalroman "Kleist - Der letzte Akt" ( 07:32 - 12:55 )

21.11.1811. Stolper Loch. Zwei Schüsse pfeifen in kurzem zeitlichen Abstand durch den Nachmittag. Zunächst erschießt Heinrich von Kleist – verabredungsgemäß – seine Todesgefährtin Henriette Vogel. Als er jedoch die Pistole – ebenfalls verabredungsgemäß – gegen sich selbst richtet, um seine zahlreichen Freitod-Ankündigungen in die Tat umzusetzen, überkommen ihn Angst und Zweifel.

Er wollte ins Jenseits wechseln. Aber: Alles nicht so einfach!

Während also Kleist zögert, taucht plötzlich ein Fremder auf: der Kleist'sche Novellenprotagonist Michael Kohlhaas. Er wolle, verkündet er, dem großen Lebensplan (und Sterbensplan) Kleists endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Und überdies sinnt er auf Rache, weil Kleist ihn im Zuge des "grob hingehauenen" Schlusses seiner Novelle habe über die Henkerklinge springen lassen. Kohlhaas setzt seine Pistole an und drückt ab...

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Am 21. November 1811 hat sich Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist am Stolper Loch, (heute Kleiner Wannsee, Berlin), erschossen, nachdem er zuerst seine Geliebte Henriette Vogel mit ihrem Einverständnis erschoss und dann sich selbst tötete. Henriette Vogel bat um eine gemeinsame Bestattung »in der sicheren Burg der Erde«. Da der Suizid damals gesellschaftlich und kirchlich geächtet war, hatte man Kleist und Henriette Vogel am Ort ihres Selbstmordes begraben. Ihnen blieb ein Grab auf einem Friedhof verwehrt.

ABER: Wie kam es überhaupt zu diesem Suizid? Was trieb den Dichter von Kleist dazu? Oder aber war es vielleicht am Ende gar kein Selbstmord? Mit diesem Fragen beschäftigt sich Ulrich Land in seinem spannenden Roman »Kleist – der letzte Akt«.

1807. Im beschaulichen Tübingen sind zwei unnatürliche Todesfälle in verdammt kurzer Folge zu beklagen. Oder sind es drei? Ein Drucker, ein Fremder – und der Schlosserlehrling etwa auch? Und was haben die Toten mit der Verskunst Hölderlins zu schaffen? Jenes Dichters, der sein Dasein am Rande des Wahnsinns in einem Turmzimmer fristet und traumschöne Poesie verfasst. Richter Heckle und Gendarm Burger versuchen mit den modernsten Untersuchungsmethoden Licht in die Finsternis um Hölderlin zu bringen.

von Ulrich Land
Regie Jörg Schlüter
Dramaturgie Thomas Leutzbach
Ausstrahlung Hörspiel 20. März 2020 in WDR3
Krimi am Samstag 21. März 2020 in WDR5
Mit:  
Jens Harzer als Hölderlin
Steffen Reuber als Isaac von Sinclair
Rainer Homann als Johann Burger
Bernhard Kuschmann als Richter Heckle
Mareike Hein als Helena, Richter Heckles Tochter
Niklas Draeger als Marius
sowie Ulrich Land, Wolfgang Rüter, Torsten Peter Schnick, David Vormweg
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2020

 

Ulrich Land liest Auszüge aus seinem Krimi "Krätze eiskalt", während Min-Tzu Lee und Franz Lang Trommeln, Marimbaphon und allerhand anderen Materialien herzbewegende Rhythmen entlocken.

Auszüge der Aufzeichnung des Auftritts im Rahmen des freiburg-grenzenlos-festival 2019 aus dem SWR Studio Freiburg .

Auszug aus dem Programm "Herz Schmerz - Hölderlin trifft Schlagzeugmusik" ( Ulrich Land mit Franz Lang und Mintzu Lee )

Hölderlin verbrachte seine letzten 36. Jahre in einem winzigen Tübinger Turmzimmer zwischen Phasen der Geistesgegenwart und der "Geistesgestörtheit". Auf diesem schmalen Grat entstanden viele seiner schönsten Gedichte. Und eine Reihe von merkwürdigen Briefen an seine Mutter, die vor allem von seiner Sprachlosigkeit zeugen. – Zu überwinden nur mit der literarischen Feder …

Ulrich Land hat Hölderlin-Gedichte collagiert, liest und konfrontiert sie mit Auszügen aus den Briefen an die Mutter. Während Mintzu Lee und Franz Lang Trommeln, Marimbaphon und allerhand anderen Materialien herzbewegende Rhythmen entlocken.

Hörprobe von Ulrich Lands Finnland-Krimi.

Sie können hier das komplette Hörbuch erwerben.

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